Die Ernährung während des Wettkampfes
Was die praktischen Trinkgewohnheiten bei einem Ausdauerwettkampf betrifft, so ist eine Diskrepanz zwischen den physiologischen Erfordernissen zur Aufrechterhaltung der Elektrolyt- und Flüssigkeitsbilanz und den subjektiven Ansichten vieler Läufer festzustellen.
Die Dehydration (ungenügende Versorgung mit Flüssigkeit) zählt zu den wichtigsten leistungslimitierenden Faktoren während des Wettkampfes.
Für die Praxis eines Marathonläufers bedeutet dies: "So früh und so oft wie möglich etwas trinken".
Das heißt konkret: Pro Stunde sollte mindestens 0,5 Liter Flüssigkeit in mehreren Portionen genommen werden. Bei schwülem oder heißem Wetter darf die Trinkmenge noch größer sein.
Schließlich können beim Laufen bis zu 2-4 Liter Schweiß pro Stunde produziert werden.
Als überaus erfolgreich hat es sich in der Praxis gezeigt, wenn man sogenannte "eigene" Verpflegstationen bei 10, 20, 30, und 35 km einrichtet, wobei der bereits vorher erwähnte "Zaubertrank" (L-Carnitin mit Kohlenhydratkonzentrat und Elektrolyt) verwendet werden sollte.
Selbstverständlich ist der Schweiß-, Elektrolyt- und Kochsalzverlust von verschiedenen Faktoren wie Klima, Luftfeuchtigkeit, Dauer der Belastung oder Trainingszustand abhängig.
Für eine Verkürzung der Regenerationszeit nach dem Wettkampf ist die Ernährung in der ersten Stunde danach am wichtigsten und wirksamsten. Spätestens 10 Minuten nach Belastungsende sollten Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste durch mineralstoffhaltige Getränke aufgefüllt werden.
